Banking Innovation «Swiss made»

Die Schweiz als führender Finanzplatz steht im Bereich Digitalisierung beinahe im Niemandsland. Doch die Finance 2.0 Konferenz am 21. Mai 2014 hat gezeigt, dass der Zug für die Schweiz noch nicht abgefahren ist. Inzwischen sind aber zahlreiche Initiativen und Projekte am Start.

Die zweite Finance 2.0 Konferenz kann als voller Erfolg gewertet werden. Knapp 270 Teilnehmer aus Finanzinstituten und Lösungsanbieter fanden sich am 21. Mai im Zürcher Eventsaal Aura ein und diskutierten über die Zukunft des Bankings und deren Digitalisierung. Der Teilnehmerzuwachs zur Erstdurchführung um beinahe 30 Prozent und enorm hohen Twitter-Aktivitäten zeigen die Brisanz des Themas – es herrscht Aufbruchstimmung.

Diese spiegelte sich auch in dem Referat von Andreas Kubli von der UBS wieder. Die Schweizer Grossbank wartete mit einer Neuheit auf und gab in der breiten Öffentlichkeit erstmals Einblicke in das künftige digitale Wealth Management Angebot, das ab 2015 offiziell live gehen soll.

Ein weiterer Meilenstein ist die Lancierung der Initiative «Prototyping the Future». Michael Stemmle (Gründer von additiv AG), Marc P. Bernegger (Fintech-Unternehmer) und Rino Borini (Veranstalter Finance 2. 0 Konferenz) zielen damit auf mehr Innovation «Swiss made» ab. Zukünftig soll das Land im Bereich der Digitalisierung von Finanzdienstleistungen an vorderster Stelle mitmischen. Denn gemäss einer Rangliste des Beratungsunternehmen AT Kearney liegt die Schweiz nur im Mittelfeld.

digital-rankingAuf folgendem Link (Prototyping) können sich die verschiedenen Akteure der Finanzbranche registrieren. Ziel soll sein, dass mit vereinten Kräften (Finanz-)Digitalisierung erlebbar, greifbar und umsetzbar zu machen und die Schweiz im internationalen Umfeld sichtbar zu positionieren.

Das Fazit der Konferenz: Banking wird digital. Doch die Schweiz liegt im internationalen Wettbewerb bislang noch im unteren Mittelfeld. Es ist höchste Zeit die Weichen für eine digitale Zukunft zu stellen, um den Anschluss nicht zu verpassen.

Denn, «Banking is not about Banking. It’s about Relationsships, Connectivity, Accessibility, Mobility, Social Engagement, Change, People, Technology, Platform … ».

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