Private Banking 2.0 – Wealthfront mit einer Milliarde Anlagevermögen

Diese Neuigkeit ist ein weiterer Meilenstein für neue und innovative Business-Modelle im Bereich Finanzdienstleistungen (sogenannt «Finance 2.0» oder «Fintech»): Der Investment-Service Wealthfront hat die magische Marke von einer Milliarde US-Dollar an Assets-Under-Management erreicht.

Die Kunden von Wealthfront sind zwischen 19 und 93 Jahren alt und 55 Prozent unter 35-jährig. Durchschnittlich investieren diese zwischen 80 000 bis 100 000 Dollar bei Wealthfront. Interessant ist auch die Tatsache, dass 16 Prozent der Kunden ein Netto-Vermögen von mehr als 1 Million Dollar haben und somit zu den klassischen Private Banking-Kunden gehören.

Wealthfront wurde im Jahre 2011 gegründet und beschäftigt derzeit rund 40 Mitarbeiter. Initiiert wurde der Service von Andy Rachleff, dem ehemaligen Gründer des Venture Capitalists Benchmark Capital. Zu den Investoren, welche bisher 65 Millionen Dollar investiert haben, gehören unter anderem die VCs Index VenturesRibbit CapitalGreylock PartnersDAG Ventures und Privatpersonen wie Marissa Meyer (CEO bei Yahoo), Kevin Rose (Venture Partner bei Google Ventures) und Mark Pincus (Mitgründer von Zynga).

wealthfrontHeute ist Wealtfront der am schnellsten wachsende Software-basierte Finanzdienstleister der Welt und ist alleine im 2013 um 450 Prozent gewachsen. Weitere Player aus den USA mit ähnlichen Services sind unter anderem Betterment (verwalten rund 500 Millionen Dollar), Personal Capital (gegründet von Bill Harris, dem ehemaligen CEO von Paypal), SigFigCo-VestorMotif (haben weitere 35 Mio USD aufgenommen und sind nun total bei 86 Millionen Dollar), FutureAdvisor (haben soeben einen Finanzspritze von 15.5 Millionen Dollar erhalten) und LearnVest.

Auch in Europa tut sich auf dem Gebiet mittlerweile einiges und mehr dazu folgt an dieser Stelle.

* von Marc P. Bernegger, Mehrfach-Unternehmer mit Fokus auf Finance 2.0 / Fintech 

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